Gelbes-Branchenbuch.mobi wirbt per Telefon und Fax für Branchenbucheintrag

Die Gelbes-Branchenbuch.mobi Vertriebsgesells. Ltd. aus Frankfurt am Main wirbt dieser Tage verstärkt per Telefon für Branchenbucheinträge auf der Webseite Gelbes-Branchenbuch.mobi, einem Branchenportal, dass sich wohl vor allem an mobile Interessenten wendet.

Das Faxschreiben, dass die Angerufenen erhalten, enthält einen großen Aufdruck “kostenlos”. Wirklich gratis ist aber nur der sogenannte Grundeintrag-Online, der die Firmenanschrift enthält. Wer seine Telefonnummer, Fax, Email oder Webseite veröffentlicht, bestellt den sogenannten Plus-Eintrag und muss mit einer jährlichen Gebühr in Höhe von 450,- EUR für insgesamt 3 Jahre rechnen. Prüfen Sie daher vor Unterzeichnung genau ob das Angebot für Sie in Frage kommt.

Lesen Sie in jedem Fall auch die AGB unter http://gelbes-branchenbuch.mobi/index.php?option=com_content&view=article&id=5&Itemid=13  bevor Sie einen Vertrag schließen.

Wenn Sie auch angerufen wurden und Ihnen ein Eintrag auf Gelbes-Branchenbuch.mobi angeboten wurde, nutzen Sie bitte unsere Kommentarfunktion oder schicken Sie uns alle Unterlagen zu dem Vorgang per Fax an: 0 32 21 – 1186 492

Wir sind für Hinweise dankbar.

Ermittlungen wegen Aktienbetrugs gegen Tobias Bosler

Ein wüster Börsen-Krimi um Luxus und Manipulation: Tobias Bosler sollte eigentlich Aktionäre schützen, jetzt soll ihm wegen mutmaßlichen Aktienbetrugs der Prozess gemacht werden. Womöglich finanzierte er seine 20-Meter-Yacht mit Kurstricks von beispiellosem Ausmaß. Nach SZ-Informationen führt eine Spur zum Erlanger Chaos-Unternehmen Solar Millennium.

 Er war ein Mann von Welt. “Kapitän”, nannte ihn seine Börsenclique. Tobias Bosler herrschte über seine Münchner Investmentfirma TFB Capital, er residierte im noblen Kitzbühel, und im Mittelmeer kreuzte seine 20-Meter-Yacht Excalibur 1. Über seinen Börsenbrief verschickte er brandheiße Infos zu kleinsten Firmen. Credo: “Börsengewinne sind kein Zufall.”

Der “Kapitän” gab zudem als Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) gerne den Robin Hood der Börsenwelt. Einer, der für Anleger kämpft. Dessen Mitarbeiter auf Hauptversammlungen den Vorstandschefs so richtig zusetzen. Inzwischen jedoch hält ihn die Staatsanwaltschaft in München für einen systematischen Aktienbetrüger: Bosler sitzt seit mehr als einem Jahr in Untersuchungshaft. 2012 will ihm das Landgericht München den Prozess machen. Im Herbst schon ist Anklage gegen Bosler und drei weitere Beschuldigte erhoben worden.

Er gilt nun als Abzocker. Strafverfolger werfen ihm und seinem ehemaligen SdK-Freund Markus Straub Kursmanipulation und Insiderhandel vor. Die Ermittlungen gelten als bislang größter Schlag gegen mutmaßlichen organisierten Aktienbetrug in Deutschland. Bosler und Straub sollen Teil eines illegalen Netzwerks von gewaltiger Dimension und Dreistigkeit gewesen sein. Zusammen mit mehr als 30 anderen Finanzleuten sollen sie über Jahre hinweg die Aktien von zahlreichen Unternehmen manipuliert haben. Womöglich kassierten sie mit Insiderwissen Millionen ab.
Der Fall könnte das ohnehin dünne Vertrauen in Deutschlands Aktienmärkte aufs Heftigste beschädigen. Verdächtig viele Fäden laufen ausgerechnet in der Zentrale der Aktionärsschützer an der noblen Münchner Maximilianstraße zusammen: ein wüster Börsen-Krimi um Gier und Luxus, um einen Zirkel von Finanzmanagern, angeblichen Börsenaufpassern und Finanz-Journalisten. Sie alle verdienten offenbar kräftig, indem sie Aktienkurse wie Jo-Jos hüpfen ließen. Sie spielten nach Überzeugung von Fahndern mit zum Teil wertlosen Unternehmen. Leidtragende waren Aktionäre, die den Imagekampagnen Glauben schenkten.

Das System kann man anhand des Beispiels Solar Millennium erklären, einer einst ambitionierten Firma aus Erlangen, die überall in der Welt Sonnenkraftwerke bauen wollte. Auch Aktien dieser grünen Firma seien von den Jo-Jo-Spielen betroffen, heißt es in Kreisen der Staatsanwaltschaft.

Die Kursturbulenzen begannen vor zwei Jahren. Am 18. Januar 2010 stürzte die Aktie an einem Tag um 22,58 Prozent ab. Der Süddeutschen Zeitung liegen Dokumente vor, die einen direkten Kontakt zwischen der Solar-Millennium-Spitze und dem dubiosen Zirkel um die SdK offenbaren. Am 1. Februar 2010 schrieb Ex-Sprecher Bosler einen achtseitigen Brief an Vorstand und Aufsichtsrat der fränkischen Firma. Bosler kam schnell auf den Punkt und behauptete, er halte zusammen mit anderen Investoren Aktien über 20 Millionen Euro. Er beklagte den massiven Kurssturz vom 18. Januar, kritisierte die Informationspolitik scharf und forderte ein massives Gegensteuern – mit Aktionen zur Kurspflege. So sah es, internen E-Mails zufolge, auch der Aufsichtsrat und Gründer Hannes Kuhn. “Es muss mit allen Mitteln verhindert werden, dass die Staatsanwaltschaft auf eine mit Sicherheit hochprofessionell verfasste Strafanzeige hin Ermittlungen einleitet”, warnte Bosler noch.

Boslers Anwalt lehnt auf Anfrage einen Kommentar ab. Doch Anleger sind in großer Sorge: Warum hatte der Aktionärsschützer seinerzeit Angst vor staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen? Wieso der außergewöhnliche Rund-um-die-Uhr-Einsatz für Solar Millennium? Denn Bosler notierte freimütig, er mache seit drei Monaten nichts anderes, als “full time am Investment Solar Millennium” zu arbeiten.

Die Fragen werden umso drängender, je mehr Solar Millennium selbst schwächelt. Vorstände kamen und gingen in rasendem Tempo. Der ehemalige EnBW-Chef Utz Claassen warf nach 74 Tagen hin. Er fühlte sich vom Aufsichtsrat getäuscht und lieferte sich mit der Firma einen erbitterten Rechtsstreit. Längst haben sich Behörden eingeschaltet. Die Staatsanwaltschaft und die Finanzaufsicht Bafin untersuchen den Verdacht von Insidergeschäften mit Aktien der kleinen Firma. Angekündigt wurde viel im Lauf der Jahre, und es wurde ein dreistelliger Millionenbetrag von Anlegern eingesammelt. Verwirklicht wurde wenig. Ermittler gehen inzwischen Untreuevorwürfen nach, möglicher Steuerhinterziehung und der Frage, welche Rolle eine dubiose Briefkastenfirma im Geflecht um Solar Millennium gespielt hat. Ins Zentrum vieler merkwürdiger Geschehnisse ist Firmengründer Kuhn gerückt: Er hat an die 20 Verfahren am Hals. Es geht auch um die Pleite der Düsseldorfer DM Beteiligungen AG. Anleger verloren bis zu 90 Millionen Euro. Kuhn weist Vorwürfe gegen ihn zurück.

Warum nur laufen bei dem kleinen Unternehmen in Franken die Fäden gleich mehrerer Skandale zusammen?

Untersuchungshäftling Tobias Bosler war nicht der einzige ranghohe Funktionär aus der Börsianer-Schutzgilde SdK, der sich bei Solar Millennium engagierte. Harald Petersen, Wirtschaftsanwalt aus München und bis heute Vorstand der SdK, mischte ebenfalls kräftig mit. Offenbar auf Bitten des Aufsichtsrates von Solar Millennium verfasste Petersen am 26. Januar 2010 eine Stellungnahme zum Kurssturz. Ausdrücklich verweist er gleich zu Beginn auf seine langjährige SdK-Tätigkeit und seine Mitgliedschaft im Börsenrat der Münchner Börse. Im Ergebnis kommt er zu einem auffallend ähnlichen Urteil wie Bosler nur vier Tage später: Das Auf und Ab bei den Kursen zu Jahresbeginn 2010 sei ein Angriff von “Shortsellern”, also von Spekulanten, die kurzfristig auf Kursrückgang setzen. Petersens Botschaft: Man könne dem begegnen, indem man etwas für den Kurs tue.

Heute weist Petersen den Verdacht von Absprachen mit Bosler zurück. Zum laufenden Verfahren könne er sich nicht äußern, teilt er der SZ mit. Über seine gutachterliche Stellungnahme für den Aufsichtsrat von Solar Millennium habe er zu keinem Zeitpunkt mit Tobias Bosler gesprochen, “geschweige denn diese mit ihm abgestimmt”. Außerdem habe er am 26. Januar 2010 weder unmittelbar noch mittelbar Aktien der Solar Millennium AG gehalten.

Es ist nicht die einzige Merkwürdigkeit rund um die Aktien der Firma. Im November 2009 war sie interessant geworden, weil der damalige Aufsichtsrat Kuhn an einem Coup arbeitete: der Verpflichtung des Industriestars Claassen als Vorstandschef für Solar Millennium. Wer von der Nachricht vorher Wind bekam und Solar-Millennium-Papiere eingekauft hatte, konnte binnen weniger Stunden Millionen verdienen. Ein ungewöhnlich guter Zeitpunkt für einen Einstieg also. Und just jener, an dem sich Tobias Bosler nach eigenen Angaben bereits “full time” um Solar Millennium kümmerte. Verblüffend sicher hatte er auf Solar Millennium gesetzt. Seine TFB-Capital sei schon seit Sommer 2009 “nennenswert an der Solar Millennium AG (SMAG) beteiligt”, ließ er in seinem Brief an das Unternehmen wissen.

Anfang 2010 waren Bosler und “Dutzende professioneller Kapitalmarktteilnehmer” mit mehr als 500.000 Aktien bei dem Kraftwerkebauer engagiert. Ungewöhnlich viel für einen derart kleinen Wert. Überhaupt kümmerte sich die Clique auffallend intensiv: “Seit Ende Oktober tauschen wir uns regelmäßig mit ca. 70 Kapitalmarktteilnehmern (Analysten, Fondsmanagern, Vermögensverwaltern, Börsen- und Wirtschaftsjournalisten) über SMAG aus”, notierte Bosler.

Wie eng der Draht gewesen sein könnte, zeigen vertrauliche Dokumente aus dem Unternehmen. So forderte der Aufsichtsrat den damaligen Vorstandschef Claassen gleich nach dessen Amtsantritt im Januar 2010 zu einem bizarren Geschäft auf: Der Vorstand sollte ein Darlehen an Aufsichtsrat Hannes Kuhn in unbegrenzter Höhe gewähren, damit der eigene Wertpapierpositionen schließen könne. Das war wohl als Maßnahme gegen den vermeintlichen Angriff von Spekulanten gedacht – eine eigentümliche Verquickung des Unternehmens mit geschäftlichen Interessen Kuhns. Ehemalige Führungskräfte berichten, mehrfach seien Wünsche, die zunächst Kuhn an den Vorstand herangetragen habe, zeitlich kurz danach auch von SdK-Mann Bosler vorgebracht worden.

“Börsengewinne sind kein Zufall” – dieses Credo könnte nun zum Bumerang werden.

 

Quelle:  http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ermittlungen-wegen-aktienbetrugs-spur-der-gier-1.1238290

Telefonbetrug: Das Protokoll eines Opfers

Opfer eines Telefonbetruges erzählte aus Scham niemandem von der Abzocke. Sie verlor 30.000 Euro. Jetzt will sie andere warnen.

Anfangs überwies Gerda K.* Betrügern 2000 Euro. Als Gewinnsteuer. Danach herrschte Funkstille. Einige Tage vorher wurde ihr am Telefon noch gratuliert. Ein Auto soll sie gewonnen haben. Sie entschied sich für eine Ablöse in bar. Doch niemand kam mit dem Scheck über 40.000 Euro.

“Als ich nichts mehr von denen gehört habe, dachte ich: ,So, jetzt bist du betrogen worden’”, erzählt die Frau aus einer kleinen Gemeinde heute, vier Monate später. Dennoch ging sie nicht zur Polizei, auch ihren Töchtern verriet sie nichts. “Ich habe mich geniert, ich wusste, dass ich einen Blödsinn gemacht habe. Nun appelliert sie an andere Betroffene, sich jemandem anzuvertrauen.

Hin und wieder hat sie in den letzten Jahren bei Gewinnspielen mitgemacht. Wieso nicht auch einmal etwas gewinnen? “Da könnte ich meine Kinder überraschen”, dachte Gerda K. Obwohl sie auch skeptisch war: “Ich habe die Anrufer mit Fragen gelöchert, aber die hatten immer eine plausible Erklärung.”

Als Polizisten getarnt, riefen die Betrüger in den letzten Monaten aber nochmals bei ihren Opfern an: Sie sollen der Polizei beim Ergreifen der Täter helfen, indem sie Scheinüberweisungen durchführen. Doch das war nur ein weiterer Betrug – die Kleine Zeitung hat darüber berichtet.

K. hatte das Geschehene schon verdrängt, obwohl sie “so einen Kloß im Hals hatte”. Bis nach über einem Monat scheinbar jemand von der Polizei am Apparat war. Man sei im Zuge eines Betrugsskandals auf ihre Telefonnummer gestoßen. K.: “Ich bekam ein Aktenzeichen. Mein Fall soll dann von der Interpol in Köln weiter abgewickelt werden.”

Die vermeintliche Interpol-Ermittlerin forderte eine Scheinüberweisung an die Betrüger. Werde der Betrag behoben, können die Ermittler eingreifen. Zuerst weigerte sich die Pensionistin, wollte etwas Schriftliches. Doch das sei bei verdeckten Ermittlungen nicht möglich. Die Anruferin warb um Vertrauen: “Ich möchte ja meinen Job auch nicht aufs Spiel setzen.”

Mit immer neuen Sicherheitsbeteuerungen wurde K. dazu gebracht, bei acht Transaktionen insgesamt 25.000 Euro – ihr gesamtes Erspartes – zu überweisen. “Dafür finde ich heute keine Erklärung. Es war ein Teufelskreis. Mir wurde nach jeder Zahlung gesagt, es sei die allerletzte.”

Durchbrochen wurde der Teufelskreis beim Zahnarzt. Da sie am Handy kurz angebunden war, rief sie die Anrufernummer zurück. Dabei dürfte den Betrügern ein Fehler unterlaufen sein. Es ist zwar mittels einer Software möglich, jede x-beliebige Nummer vorzutäuschen. Doch statt bei der Interpol landete sie bei einem Rechtsanwalt, der riet, die Polizei zu informieren.

Eine weitere Überraschung erwartete Frau K. und ihre Familie dann beim Überprüfen der Kontoauszüge. Dort fanden sich zahlreiche unerklärliche Abbuchungen. Ihre Kontodaten dürften von Gewinnspielbetreibern weitergegeben worden sein. Ohne Erlaubnis der Pensionistin wurden Lastschriften durchgeführt. Die Familie versucht, zumindest dieses Geld – einen Betrag in vierstelliger Höhe – rückbuchen zu lassen. Dreistes Detail: Zuletzt erreichte Frau K. ein bunter Blumenstrauß. Absender? Die vorgebliche Ermittlerin. *Name von der Redaktion geändert.

Quelle:  http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2902085/telefonbetrug-protokoll-opfers.story

Hamburger Unternehmen versucht Inkasso-Abzocke

Straubinger Senior sollte an die Firma umgehend 130 Euro überweisen. Der Mann schaltete die Polizei ein, die die Kollegen in der Hansestadt alarmierte.

Das Inkassounternehmen Volks Inkasso AG aus Hamburg verschickt derzeit Mahnungen und fordert die Empfänger auf, sofort 130 Euro zu überweisen. In den Schreiben gibt das Inkassounternehmen an, dass dessen Mandant Euro Medien Marketing, Betreiber der Gewinnspiele Top 200/Euro Spiele, die Beitreibung beauftragt habe. In Unterlagen fordert Volks Inkasso AG insgesamt 270 Euro. Die Zusammensetzung des Endbetrags wird wie folgt angegeben: „Hauptforderung 177 Euro plus Mahnkosten; 13 Euro plus vorgerichtliche Inkassokosten: 80 Euro machen 270 Euro aus“. Recherchen zufolge dürften alle Forderungen mit gleichen Beträgen versandt worden sein.

Georg S. (Name geändert) staunte nicht schlecht, als ihm vergangene Woche ein Mahnschreiben der Volks Inkasso AG aus Hamburg ins Haus flattert. Der 80-Jährige wird zwar über einzelne Posten die zur Gesamtforderung führen informiert, wie sich die Höhe der Hauptforderung von 177 Euro errechnet, bleibt das Geheimnis des Inkassounternehmens und dessen Mandanten Euro Medien Marketing.

Der Senior hatte bereits vor eineinhalb Jahren eine ähnliche Forderung erhalten. Seine damals gesammelten Erfahrungen ließ ihn jetzt etwas gelassener an die Sache heranzugehen. Auffällig ist, dass seine damals falsch geschriebene Anschrift auch dieses Mal verwendet wurde.

Im April 2010 hatte die Media Inkassomanagement AG im Auftrag der DEM Marketing (ebenfalls im Zusammenhang mit Gewinnspielen) eine Forderung von 130 Euro gewollt – die Summe ein Zufall? Bundesweit wurde in diesem Zeitraum gegen das Inkassobüro strafrechtlich ermittelt. Der Straubinger hatte die Media Inkassomanagement AG aufgefordert, ihm Unterlagen zur Forderung zuzuschicken (Rechnung, Unterlagen die seine Bestellung dokumentieren, etc.). Gehört hatte er jedoch nichts mehr.

Jetzt ist seine (falsch lautende) Adresse erneut aus der höchstwahrscheinlich gleichen Datenbank herausgeholt worden. Immerhin informiert das Mahnschreiben der Volks Inkasso AG den Straubinger Senior darüber, dass er telefonisch einen Dienstleistungsvertrag mit Top 200 /Euro Spiel abgeschlossen, und somit die Dienstleistung der Euro Medien Marketing genutzt habe. Eine Information über die tatsächlich erbrachte Dienstleistung seitens der Gewinnspiele Top 200 / Euro Spiele im Wert von 177 Euro fehlt. Die Forderung selbst datiert auf das Jahr 2010, aber kein Datum.

Volks Inkasso AG agiert vom Standort Hamburg. Als geschäftliche Bankverbindung wird im Mahnschreiben die ING Bank angegeben. Allerdings bedient sich Volks Inkasso AG statt einer deutschen Filiale des Geldinstitutes einer Niederlassung der ING Bank in Belgien, Zahlungsempfänger ist Varsak Emrah, ein Name, der Verbraucherschützern bislang noch nicht aufgefallen ist. Zufall oder Kalkül? Immerhin dürfte es ungleich komplizierter werden, unberechtigt bezogene Gelder aus dem angrenzenden Ausland zu retournieren. Ein weitere Grund, die Forderung seitens Top 200 / Euro Spiele durch die Volks Inkasso AG gründlich prüfen zu lassen.

Georg S. ging mit dem Schreiben zur Polizeiinspektion Straubing. Dort sind solche Forderungen bekannt. Eine Anzeige wollte der diensthabende Beamte nicht aufnehmen. Erst auf Drängen von S. erklärte er sich bereit, das Originalschreiben an seine Kollegen in Hamburg zur weiteren Bearbeitung zu schicken.

 

Quelle:  http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10075&pk=738257&p=1

Callcenter-Betreiber musswegen Schwarzarbeit hinter Gitter

Lindauer Zoll überführt Betrüger – Flucht nach Mallorca ist nur von kurzer Dauer

Das Zollamt Lindau hat einen Callcenter-Betreiber und seine Lebensgefährtin überführt, mehr als eine Viertelmillion Euro Sozialversicherungsbeiträge nicht ordnungsgemäß abgeführt zu haben. Der Mann wurde jetzt vom Amtsgericht Augsburg auch wegen seiner einschlägigen Vorstrafen zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und vier Monaten, seine Lebensgefährtin zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

Das Unternehmen hatte unter anderem Niederlassungen in Memmingen und Leutkirch betrieben. Auch in weiteren bayerischen Städten war das betrügerische Pärchen aktiv.

Offiziell beschäftigten die Beschuldigten an insgesamt sechs Standorten mehr als 400 Arbeitnehmer, in Spitzenzeiten fast 500. Von diesen waren etwa 300 Arbeitnehmer zum Teil, mehr als 100 gar nicht bei der Sozialversicherung gemeldet. Diese wurden als Schwarzarbeiter beschäftigt. Allein der aufgedeckte Sozialversicherungsschaden – ohne Steuerschaden – beträgt mehr als eine Viertelmillion Euro.

Volles Geständnis

Die Beschuldigten, die sich nach Mallorca abgesetzt hatten, um dort ein neues Callcenter zu gründen, wurden mittels internationaler Haftbefehle nach Deutschland überführt. Nach der Rückkehr nach Deutschland mussten sie sich vor dem Amtsgericht Augsburg verantworten, das spezialisiert auf Wirtschaftsdelikte ist.

Wegen der eindeutigen Beweislage, die nach den langen und detaillierten Ermittlungen herrschte, legten beide während der Gerichtsverhandlung ein volles Geständnis ab.

Bei den Ermittlungen machten die Zöllner zudem weitere 17 Leistungsbetrüger ausfindig. Die ehemaligen Callcenter-Agenten hatten von der Agentur für Arbeit beziehungsweise dem Jobcenter zu Unrecht Leistungen bezogen, weil sie ihre Einkünfte verheimlichten. Die zu Unrecht bezogenen Beiträge mussten zurückgezahlt werden und die Betrüger mussten sich ebenfalls vor Gericht strafrechtlich verantworten.

 

Quelle:  http://www.schwaebische.de/region/bodensee/lindau/stadtnachrichten-lindau_artikel,-Callcenter-Betreiber-musswegen-Schwarzarbeit-hinter-Gitter-_arid,5177948.html

 

Schwindler gesteht seinen Betrug unter Tränen

Seine Großspurigkeit wurde einem 24-jährigen Schwindler zum Verhängnis und das brachte ihn jetzt unter Betrugsanklage vor das Amtsgericht.

Anonym brüstete er sich nämlich in Mails an das Landeskriminalamt (LKA) mit der Entführung einer Bankiersgattin –ohne mit dem spektakulären Verbrechen etwas zu tun zu haben. Dafür kam aber heraus, dass er neun Monate lang in einem Vier-Sterne-Hotel als angeblicher Musikproduzent eine Zimmerflucht mit vier Räumen gemietet hatte – und 85 000 Euro schuldig geblieben war. Im Prozess gab sich der Gernegroß jetzt ganz kleinlaut.

Denn vollständigen Artikel können Sie auf RP-Online.de unter folgender URL lesen:

Quelle: http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/duesseldorf/nachrichten/schwindler-gesteht-seinen-betrug-unter-traenen-1.2641641

Anklageerhebung im Ermittlungsverfahren 720 Js 31889/09 gegen Olaf Tank, Andreas Walter Schmidtlein, Alexander Varin und Jan Manuel Schmidtlein

Im Verfahren 720 Js 31889/09 gegen

Olaf Tank
Andreas Walter Schmidtlein
Alexander Varin
Jan Manuel Schmidtlein

wegen gewerbsmäßigen Betruges (sog. Abofallen) hat die Staatsanwaltschaft Darmstadt am 7.6.2011 Anklage zum Landgericht Darmstadt erhoben. Die Anklage betrifft die Internetseiten opendownload.de und softwaresammler.de für den Tatzeitraum 02.09.2008 – 28.02.2010.

Alle Ermittlungsverfahren, die diesen Tatzeitraum und die vorgenannten Internetseiten betreffen, sind Gegenstand des obigen Verfahrens.

Alle anderen Verfahren – auch die weitere Internetseite top-of-software.de betreffend – wurden vorläufig im Hinblick auf die o. g. Anklage eingestellt, da dem Strafverfolgungsinteresse durch die Anklage auch insoweit Rechnung getragen wird.

Quelle:  http://www.sta-darmstadt.justiz.hessen.de/irj/STA_Darmstadt_Internet?rid=HMdJ_15/STA_Darmstadt_Internet/sub/137/1375c692-f771-4317-9cda-ae2389e48185,,22222222-2222-2222-2222-222222222222.htm

Psychoterror am Telefon

“Wir werden Sie wieder und wieder anrufen und all unsere Mittel einsetzen, ersparen Sie sich diesen leidvollen Weg”, droht die Männer-Stimme vom Band Michaela Schmidt* durchs Telefon. Einen Tag zuvor hatte die Firma NTT Telco (Europe) Inc. ihr bereits eine Mahnung geschickt. Schmidt habe im Oktober 2010 einen telefonischen Vertrag mit dem Gewinnspieleintragsdienst Winfinder abgeschlossen, der seine Ansprüche in Höhe von 168,30 Euro nun an NTT Telco übertragen habe.

Mit Methoden, die an Psychoterror erinnern, versucht ein gewisser Ivan Milosevic, der als Manager Außenstände auftritt, nun, die angeblich ausstehende Rechnung einzutreiben. Dabei übt er massiv Druck auf die Betroffenen aus, versucht, sie einzuschüchtern. So heißt es etwa in seinem Mahnschreiben: “Unser Zusammenleben basiert auf Regeln und der Einhaltung derselben. Ich gehe davon aus, dass auch Sie ein rechtschaffener Bürger sind, der seinen Verpflichtungen nachkommt und keinen Ärger mit Anwälten und Gerichten wünscht.” Der bereits ausgefüllte Überweisungsträger ist dem Schreiben schon beigefügt, die gesetzte Frist auf wenige Tage begrenzt.

Die Neue Verbraucherzentrale schlägt bereits Alarm, wittert Abzocke. “Verbraucher sollten genau prüfen, ob der behauptete Vertrag geschlossen wurde und gegebenenfalls die Forderung zurückweisen”, sagt Beraterin Sylke Sielaff. Das sollten sie am besten schriftlich machen, um jedes Risiko auszuschließen.

Verbraucherzentralen in ganz Deutschland warnen seit mehr als einem Jahr vor NTT Telco und seinem Vorgänger, dem Gewinnspieleintragsdienst Winfinder. Seit September 2010 hat Winfinder in großem Stil Betroffenen einen Vertrag über das dubiose Gewinnspiel-Abo unterzuschieben versucht. In der Folge wollte das Unternehmen die geforderten Beträge über die Telefonrechnung einziehen. Schon damals ging die Firma zu den ständigen Drohanrufen über – per Bandansage. “Ich fand es besonders dreist, mich mit einem Anruf unter Druck setzen zu wollen”, sagt Michaela Schmidt.

Verbraucher sollten die Anrufe ignorieren, sofort auflegen und bei wiederholter Belästigung die Polizei einschalten, rät Beraterin Sielaff. Generell sollten sie am Telefon keine Verträge abschließen oder persönliche Daten preisgeben. Hat der Anbieter es versäumt, seinen Neukunden über seine Widerrufsrechte aufzuklären, sei ohnehin jeder Vertrag hinfällig. Dann könne er jederzeit widerrufen werden.

 

Quelle:  http://www.nnn.de/nachrichten/home/top-thema/article//psychoterror-am-telefon.html

Versicherer: Betrug von Mitarbeitern nimmt zu

Schäden in Unternehmen, die durch untreue Mitarbeiter entstehen, sind stark gestiegen. Während 2006 der durchschnittliche Betrugsschaden durch kriminelle Mitarbeiter noch bei rund 10 000 Euro lag, wird er für das zu Ende gehende Jahr auf mehr als 27 000 Euro beziffert. “Grund sind vor allem größere Wirtschaftsdelikte”, sagte Ralf Meurer, Vorsitzender der Kommission Kreditversicherung beim Versicherer-Verband GDV.

In den ersten drei Quartalen 2011 mussten die Versicherer für untreue Arbeitnehmer rund eine Million Euro mehr zahlen als 2010 (insgesamt 62 Millionen Euro). Allerdings versichern sich nur relativ wenige Unternehmen. Laut einer Studie der Universität Halle-Wittenberg haben nur rund 35 Prozent aller deutschen Firmen eine Vertrauensschadenversicherung abgeschlossen haben….

Den vollständigen Artikel lesen Sie bitte unter RP-Online unter dem nachfolgenden Link:

Quelle:  http://nachrichten.rp-online.de/wirtschaft/versicherer-betrug-von-mitarbeitern-nimmt-zu-1.2641680

Bewährungsstrafe für kino.to-Mitarbeiter

Ein früherer Mitarbeiter des illegalen Internet-Filmportals kino.to ist zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Das Amtsgericht Leipzig setzte die Strafe am Donnerstag über einen Zeitraum von drei Jahren zur Bewährung aus. Richter Mathias Winderlich sah es als erwiesen an, dass der 24-Jährige aus Hilden (Nordrhein-Westfalen) der gemeinschaftlichen und gewerbsmäßigen unerlaubten Verwertung von urheberrechtlich geschützten Werken schuldig ist.

Dennis B. gab zu, von Juli 2009 bis Juni 2011 in mehr als 53.600 Fällen Filme auf das Portal hochgeladen zu haben. Staatsanwalt Dietmar Bluhm von der Generalstaatsanwaltschaft Dresden sagte, der Angeklagte habe knapp zehn Prozent aller Filme beschafft und hochgeladen, die bei kino.to verfügbar gewesen seien. Innerhalb von knapp zwei Jahren habe er damit bis zu seiner Festnahme im Juni dieses Jahres rund 12.000 Euro verdient.

Angeklagter hat sich ausnutzen lassen

Monatlich habe der 24-Jährige, der als arbeitslos gemeldet war und Arbeitslosengeld II («Hartz IV») bezogen hatte, 30 Euro für Server zahlen müssen, auf die er die Filme hochgeladen hatte. Das verdiente Geld hatte er bis zu seiner Festnahme für seinen Lebensunterhalt ausgegeben. «Ich habe mich ausnutzen lassen», sagte Dennis B., «ich habe nicht viel verdient.» Er berichtete, dass er zuvor Computerspiele gespielt habe und dann über Jerome E., der ebenfalls Beschuldigter in den Verfahren gegen Mitarbeiter von kino.to ist, in die kriminelle Szene hinein gerutscht sei.

Der am 7. Dezember zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilte frühere Hauptadministrator Martin S. hatte rund 210.000 Euro aus Werbeeinnahmen erzielt, bei dem am 2. Dezember zu einer Strafe von zweieinhalb Jahren verurteilten ehemaligen Webdesigner Marcus V. waren es rund 160.000 Euro gewesen.

Zehn Cent pro Raubkopie verdient

Richter Winderlich sagte, der Angeklagte, der eine Ausbildung als informationstechnischer Assistent absolviert hatte, sei ein «kleiner, aber notwendiger Teil von kino.to» gewesen. Die Betreiber von kino.to seien auf Leute wie Dennis B. angewiesen gewesen, die für sehr wenig Geld sehr viele Filme hochgeladen hätten. Bluhm sprach bei dem sogenannten Uploader von einem Lohnarbeiter, der für jede hochgeladene Raubkopie etwa zehn Cent verdient habe, sein Verteidiger Dirk Petri aus Köln nannte ihn einen «Handlanger oder Wasserträger».

Die Ermittlungen gegen mehr als 20 ehemalige Betreiber von kino.to werden von der Integrierten Ermittlungseinheit Sachsen bei der Generalstaatsanwaltschaft Dresden geführt. Am 8. Juni hatte sie zahlreiche Wohnungen und Geschäftsräume in ganz Deutschland durchsuchen und 13 Haftbefehle vollstrecken lassen.

Die bisher verurteilten drei früheren Mitarbeiter wurden unmittelbar nach den Urteilsverkündungen aus der Untersuchungshaft entlassen, in der sie sich seit Juni dieses Jahres befunden hatten. Vier Beschuldigte sitzen weiterhin in Untersuchungshaft, gegen sechs weitere Beschuldigte sind die Haftbefehle gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt worden.

Quelle: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1323929523997